Fluchtursachen: Kurdistan/Nordirak

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Gestern Abend besuchte uns Enno Lenze aus Berlin. Im Hamtorkrug berichtete er von seinen Erfahrungen in kurdischen Flüchtlingscamps und von der Front mit dem sogenannten IS. Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung konnten einem spannenden Vortrag folgen und sich ihre Fragen aus erster Hand beantworten lassen.

Das Oberthema unserer Veranstaltungsreihe lautet “Fluchtursachen”, daher lag der Schwerpunkt der gestrigen Veranstaltung nicht bei den Geflüchteten selbst, die zurzeit zu 2,5 Millionen im Norden des Irak untergekommen sind (bei nur 5 Millionen Einwohnern in Kurdistan), sondern bei der Gesamtlage in der Region. Enno Lenze gab eine kurze Einführung in die historische und politische Entwicklung Kurdistans und schilderte daraufhin die aktuelle Situation. Unser Gast zeigte anhand von Karten, welche Städte und Gebiete er besucht hatte und mit welchen Menschen er dort gesprochen hatte. Er berichtete von der Gelassenheit in kurdischen Städten, nur wenige Kilometer von der Front entfernt und von der spartanischen Ausrüstung der Peschmerga, die als ehemalige Taxifahrer oder Lehrer ihre Heimat gegen Daesh (ISIS) verteidigen. Die Gäste unserer Veranstaltung konnten ebenfalls einen kleinen Einblick in die politische Situation in Kurdistan nehmen. Von einer übertroffenen Frauenquote im Regionalparlament, vom oftmals erfolgreichen Versuch den Einfluss der Zentralregierung in Bagdad zu minimieren und vom Bau eigener Grenzanlagen zum irakischen Kernland war die Rede. Auch die Ölförderung und der eigenständige Verkauf spielten eine wichtige Rolle.

Die erste Frage, die sich nach dem Vortrag an Enno Lenze richtete, war, warum er immer wieder in die Region fliegt. Er beantwortete dies damit, dass er vor Jahren einen in Irak lebenden Freund besuchte und sich dort nach und nach ein Freundeskreis bildete. Mit Aufkommen von Daesh wurde die Lage für die westlichen Medien interessanter. Enno bemerkte, dass Mitteilungen in Medien hierzulande nicht mit dem übereinstimmten, was er von seinen Freunden auf Facebook zu sehen bekam. Also flog er wieder und wieder hin, um mit eigenen Augen zu sehen, was dort vor sich geht. Seither bezeichnet er sich selbst als “ehrenamtlicher Kriegsberichterstatter”. Ein kleiner Scherz, der den trockenen, sarkastischen Humor an einigen Stellen seines Vortrags gut wiederspiegelt.

Allen, die gestern leider nicht mit uns im Hamtorkrug sein konnten, empfehlen wir dieses englischsprachige Video. Es zeigt im ersten Teil einen Vortrag von Enno Lenze, der inhaltlich dem gestrigen ähnlich ist. Wer die Arbeit von Enno Lenze verfolgen möchte, der sei auf seine Internetseite ennolenze.de und auf seine Facebookseite verwiesen.

Als Grüne Jugend Neuss wollen wir diese Vortragsreihe nun fortführen und arbeiten derzeit schon an der nächsten Veranstaltung. Unser Ziel bleibt, die Hintergründe zu beleuchten, die Menschen in der ganzen Welt dazu nötigen, ihre Heimat zu verlassen. Ihr habt einen bestimmten Wunsch und möchtet euch von einem Experten zu einem bestimmten Thema genauer informieren? Dann schreibt uns oder hinterlasst einen Kommentar auf unseren Seiten.

GJN diskutiert Fluchtursachen: “Nordirak/Kurdistan” mit Enno Lenze

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Alle reden davon, dass Fluchtursachen bekämpft werden müssen. Doch nur selten werden sie beim Namen genannt, oder gar Lösungsansätze in die Diskussion eingebracht. Das wollen wir mit euch ändern! Mit Unterstützung des Kreisverbandes der Grünen im Rhein-Kreis Neuss laden wir euch ein, mit uns und einer 

Expertin/einem Experten zum jeweiligen Thema zu diskutieren. Nach einer kurzen Einführung in die jeweilige Region/Fluchtursache wollen wir unsere und eure Fragen aufgreifen und nach möglichen Lösungsansätzen suchen. 


Für unser erstes Thema “Nordirak und die autonome Region Kurdistan” wird uns Enno Lenze aus Berlin besuchen. Schon mehrfach hat er die Region bereist und ist, zusammen mit kurdischen Kämpfern der Peschmerga, an der Front des sogenannten Islamischen Staats gewesen. Von seinen Eindrücken und Erfahrungen wird er uns aus erster Hand berichten können. Ebenso von der Initiative Wasser für Flüchtlinge in Kurdistan, die mit Spendengeldern eine Wasserversorgung in irakischen Flüchtlingscamps sicherzustellen versucht. 

Wann? Am Mittwoch den 4.05.16 (Donnerstag ist Christi Himmelfahrt) um 18 Uhr 
Wo? Im Hamtorkrug auf der Büttgerstr. in Neuss
Der Eintritt ist frei!

Wir sind gespannt auf unseren Gast und die Diskussion mit euch! Wir sehen uns im Mai!

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Veganes für Neusser “High Society” auf dem Neujahrsempfang

Auf dem Neujahrsempfang, der Grünen Neuss im Rheinischen Landestheater, konnten wir uns vergangenen Samstag mit einem veganen Buffet präsentieren. Wir wollten den Gästen aus der Neusser Politik und Gesellschaft zeigen, dass man auch ohne Fleisch, Milch und Ei leckere Häppchen zaubern kann.
Nach anhaltenden Lebensmittelskandalen 2014 und den nach wie vor desaströsen Zuständen in der Tierhaltung bietet die vegane Ernährung eine ökologische und gesundheitsfördernde Alternative. Über 200 Gäste konnten sich davon überzeugen.

Wir hoffen, es hat allen geschmeckt ;)

 

 

Die Grüne Jugend Neuss freut sich mit ihrer Sprecherin Jenny Olpen auf den Skatepark

Das Warten hat ein Ende!

Bald ist es soweit, der Neusser Stadtrat stimmt über den Haushalt ab. Die ersten Punkte aus dem Koalitionsvertrag werden 2015 nun endlich realisiert. Viele Projekte für junge Menschen in Neuss laufen an und vor allem der Skatepark steht dieses Jahr im Fokus. Lang ersehnt nimmt dieses Vorhaben endlich Gestalt an. Nicht nur die Neusser Jugendlichen, die schon lange auf einen neuen Park warten, sondern auch die Neusser Jugendorganisationen wie die Grüne Jugend und die Junge Union sehen ihren Wunsch, für den sie sich schon lange einsetzten, endlich wahr werden. Jennifer Olpen, Sprecherin der Grünen Jugend, gibt an: “Jetzt kommt die heiße Phase. Ich bin froh, dass endlich genügend Gelder bereitgestellt werden, damit dem Bau der versprochenen Skateanlage nichts mehr im Wege steht.” Der JU-Vorsitzende Simeon Breuer sagt: “Wie Thomas Kaumanns schon sagte freuen wir uns auch in der JU auf den “schnellsten Skatepark-Bau Deutschlands”.
Wir sind froh, dass in den vergangenen Monate auch die letzten Skeptiker überzeugt werden konnten und blicken jetzt gemeinsam mit der Grünen Jugend der Verabschiedung des Haushaltes entgegen.” Am  kommenden Samstag (24. Januar) tagen die Fraktionen der Koalition im Rat ein letzets Mal, dann wird der Haushalt in den Rat zur Verabschiedung gegeben. Schon im Sommer 2013 gab es erste Pläne für eine neue Skateanlage, nachdem die Damalige am Greyhound Pier 1 wegen der Errichtung des neuen Kopfgebäudes mit  Arztpraxen und Büroeinheiten weichen musste. Leider wurden die Pläne seit 2013 unter voriger Koalition im Rat der Stadt Neuss nicht realisiert, sodass die Umsetzung des Projekts nun schon zwei Jahre auf sich warten ließ . “Mich freut es sehr, dass nun auch Projekte realisiert werden, die die Neusser Jugendkultur betrifft. Ich freue mich auf weitere Zeichen der neuen Kolition in Richtung “junges Neuss””so Jennifer Olpen.
Nach neuen Verhandlungen der neuen Neusser Koalition, nun bestehend aus CDU und Grünen, sind nicht nur weitere finanzielle Mittel in Höhe von 300.000€  im Jugendhilfeausschuss bewilligt worden, sondern es wurde auch mit dem Neusser Rennbahnpark endlich ein geeigneter und angemessener Standort gefunden. “Der Renbahnpark hat ein wahnsinniges Potenzial für ein junges Neuss. Grillplätze und Fußballplätze bilden n Zunkuft gemeinsam mit der Skateanlage eine perfekte Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung, grade im Sommer.”, so Simeon Breuer. “Das Wahlversprechen Skateanlage der Grünen und der CDU, mit dem auch auf Plakaten geworben wurde ist bald Realität.” freuen sich die Verteter der JU und Grünen Jugend. Die Neusser Skate-Szene steht schon in ihren Startlöchern und kann die Eröffnung kaum erwarten.
In allen Größen, Formen und Farben

Feedback: Kleidertausch

Am vergangenen Samstag konnten wir unseren Kleidertausch erstmalig in Neuss durchführen. Mit ca. 30 getauschten Klamotten und über 200 Spenden an das Übergangsheim für Flüchtende werten wir die Aktion als erfolgreiche Debütveranstaltung. Einen weiteren Termin wird es sicherlich geben. Folgt unserer Facebook-Seite um keine Neuigkeiten zum Thema mehr zu verpassen.

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Kleidertauschbörse der Grünen Jugend

Die Grüne Jugend Neuss lädt zum Ausmisten ein. Am Samstag, den 13. Dezember 2014 organisiert der grüne Nachwuchs eine Kleidertauschbörse, bei der Besucher mitgebrachte, gut erhaltene Kleidungsstücke untereinander tauschen können. Die Börse findet statt in der Zeit von 11:00-16.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Grünen. Schulstr. 1 in Neuss. Der Eintritt ist frei.

Die Kleidertauschbörse läuft ein bisschen wie ein Flohmarkt ohne Geld ab. Besucher geben Textilien vor Ort bei der Grünen Jugend ab. Die Kleidungsstücke werden sortiert und zum stöbern ausgelegt. Klamotten, die einem gefallen, kann man mitnehmen. Da dies unentgeltlich ist, ist jeder aufgerufen, nur so viel einzupacken wie er auch gebracht hat – und umgekehrt.

Mit der Aktion will die Grüne Jugend Neuss auf Umweltbelastungen durch die Produktion neuer Kleidungsstücke aufmerksam machen und zugleich für ein nachhaltiges Konsumverhalten werben. Deutschland importiert im Jahr über 800.000 Tonnen Textilien, im Durchschnitt kauft jeder Deutsche 70 Kleidungsstücke pro Jahr. Weil Hersteller bei der Produktion der Textilien oftmals giftige Schadstoffe einsetzen, wird das Trinkwasser in Produktionsländern wie Bangladesch, Pakistan und Indien vergiftet. Alle Kleidungsstücke, die am ende der Veranstaltung übrig bleiben, werden an die Flüchtlingsannahmestelle in Neuss gespendet.

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GJ Neuss on Tour: “Christmas Avenue” in Köln

Die Grüne Jugend Neuss besucht am Freitag den 12.12.14 den schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt in Köln. Wir treffen uns um halb 6 am Neusser Hauptbahnhof und fahren dann gemeinsam mit dem RE7 um 17:53 nach Köln. 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen uns zu begleiten und das etwas andere Weihnachts-Spektakel zu entdecken!

Weitere Infos findet ihr auf der Seite der Betreiber:
www.christmas-avenue.de

(Für die eventuell entstehenden Fahrtkosten können wir leider nicht aufkommen)

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Grüne Jugend wartet auf Skate-Anlage

Viele gute Ansätze gab es im Zuge des geplanten Wiederaufbaus des Neusser Skateparks. Als 2013 am Greyhound Pier, wegen der Errichtung des neuen Kopfgebäudes mit Arztpraxen und Büroeinheiten, die Skate-Anlage dem Vorhaben weichen musste, schrien nicht nur Kinder und Jugendliche auf, sondern auch politische und städtische Organisationen schienen sich energisch um Ersatz zu bemühen. Auch CDU und Junge Union, mit Thomas Kaumanns an der Spitze forderten den schnellen Wiederaufbau, als die bisherige Anlage neben dem Greyhound Café am Hafen abmontiert wurde. Die Grüne Jugend Neuss begrüßte, dass Schnelligkeit und die Einbeziehung der betroffenen Jugendlichen ausgerufen wurden. Noch im vergangenen Mai verlangten Kaumanns und Fraktionschef Jörg Geerlings die Fertigstellung der Skateanlage im Sommer 2013. „Wir sind jetzt ein Jahr weiter, doch einen Skatepark gibt es immer noch nicht“, so Jennifer Olpen, Sprecherin der Grünen Jugend und Stadtratskandidatin. Sie ergänzt: „Ideen und mögliche Standorte gibt es genügend. Dazu liegen bereits auch finanzielle Mittel und ein Beschluss des Jugendhilfeausschuss vor.“ Auch die Skate-Szene in Neuss fragt sich wann denn die versprochene Anlage endlich kommt. Die jungen Grünen stehen in direkter Verbindung zu den skatenden Jugendlichen, die den vielen Versprechungen mittlerweile eher skeptisch gegenübersteht und sogar darüber spekuliert, ob die derzeitige, neu-aufgerollte Debatte der CDU, einmal mehr dazu dient, sich im Kommunalwahlkampf, gerade nun auch bei den jüngeren Wähler*innen zu profilieren. Die Grüne Jugend Neuss fordert daher eine schnelle Entscheidung und einen zügigen Bau. Die bisherigen Planungen sollen baldmöglichst abgeschlossen und das Projekt Skatepark endlich umgesetzt werden. Dass die CDU in Neuss das genauso sieht, hält Kevin Linnemann Sprecher der Grünen Jugend für heiße Wahlkampfluft. „Die Jugendpolitik von Herrn Kaumanns zielt darauf ab, die Wünsche der Neusser Jugend erst dann zu erfüllen, wenn sie in ein für CDU-Wähler typisches Alter kommen. Ich bin optimistisch, dass es mit einer CDU-Ratsmehrheit schon 2050 einen neuen Skatepark in Neuss geben wird“

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Unser “Kleines Grünes Festival der Kultur” wurde ein voller Erfolg

Am vergangenen Samstagabend besuchten mehr als 250 Gäste das „Kleine grüne Festival der Kultur“. Im Gare du Neuss veranstaltete die Grüne Jugend Neuss einen bunten Abend voller Musik, Malerei, Gesang, Dichtung, Fotografie und mehr.

Bei einem Polit-Talk zu Beginn der Veranstaltung kamen Oliver Keymis (Kulturpolitischer Sprecher Grüne NRW), Hans Christian Markert (grüner MdL aus Neuss) und Susanne Benary-Höck (Grüne Neuss) auf die Bühne um mit Jennifer Olpen (Sprecherin Grüne Jugend Neuss) über die Neusser Kulturlandschaft zu diskutieren. Im Anschluss eroberten PiJuliJano die Bühne. Die beiden jungen Neusserinnen spielten gemeinsam drei Stücke auf einem E-Piano. Sie gaben den Startschuss für einen abwechslungsreichen Abend, bei dem ein Auftritt den anderen jagte.

Insgesamt sieben Musiker und sechs Texter wechselten sich auf der Bühne ab. Darunter auch der über Herrentoiletten philosophierende Vincent Mux (20), der zum ersten Mal auf einer Bühne stand. Mehr Erfahrung brachten die beiden Jungs von Kathmandu mit. Sie trumpften mit einer Mischung aus Indie-Rock und Progressive auf und das auf Basis von Synthesizern gepaart mit Gesang, Gitarre und Drumcomputer. Ganz spontan meldete sich noch Thomas, der schon öfter auf PoetrySlams in Neuss zu sehen war. Er hatte einen politischen Text dabei, der zum Nachdenken über Wahlkämpfe, Plakate und Parteien anregte.
Neben der Bühne konnten die Besucher in vier weitere kreative Welten abtauchen. Die beiden Neusser Maler Till Bödecker und Ben Jesus Kneiphof zeigten ihre teils sehr spirituellen Werke und brachten Sie mit dem urigen alten Bahnhofsgebäude in Einklang. Die beiden Fotografinnen von Lisa Emilia Photography und Moana Art präsentierten eine weitere Form sichtbarer Kunst. Letztere installierte ein ein ganzes Wohnzimmer für ihre Fotografien und gesellte noch einige Gemälde und selbst designten Schmuck hinzu.
Fotografieren lassen konnten sich die Gäste des Kleinen grünen Festivals auch selbst. Bei einer Fotowand-Aktion wurden am Abend zahlreiche Portraits geschossen, auf denen kleine grüne Plakate mit Forderungen nach mehr Kultur in Neuss zu sehen waren. Auch eine Bücherecke, einen Schminktisch und einen Bastelstand organisierte die Grüne Jugend. Beim Abschlusskonzert zeigte die Neusser Band Betrayers of Babylon, dass sie auch unplugged richtig einheizen können. „Das Festival war so gut heute, dass hätte ich jetzt gerne jeden Monat“, verlangte ein Besucher beim Verlassen des Gare du Neuss.


Grüne Jugend irritiert über Entscheidung des Beigeordneten Hahn

Mit Unverständnis hat die Grüne Jugend Neuss eine Entscheidung des Beigeordneten Stefan Hahn vergangene Woche zur Kenntnis genommen. Dieser hatte dem anerkannten Träger der Jugendhilfe und unabhängigem Kinder- und Jugendverband „SJD – Die Falken“ kurzfristig die Nutzung des „Greyhound Pier 1“ untersagt. Marc Vanderfuhr, Kreisvorsitzender der Falken, wollte eigentlich am vergangenen Sonntag in diesem Neusser Jugendzentrum eine politische Diskussion zur Kommunalwahl für interessierte Kinder und Jugendliche veranstalten. Unter dem Motto „Politiker*innen Speeddating“ wurden alle Parteien eingeladen zwei ihrer Ratskandidaten mit der Neusser Jugend ins Gespräch kommen zu lassen. Sinn und Zweck einer Kommunalwahl, sowie unterschiedliche Positionen hätten die Kinder mit Hilfe eines modernen Formates erfahren können. „Alle Parteien, außer der CDU, hatten ihr Kommen zugesagt. Die Veranstaltung wäre eine gelungene Ergänzung zum städtischen Erstwähler*innen-Programm gewesen.“ sagt Jennifer Olpen, Sprecherin der Grünen Jugend Neuss und ergänzt „Als Stadtratskandidatin habe ich mich auf diesen Termin besonders gefreut und wäre gerne mit den Jugendlichen und den Vertretern aus anderen Parteien ins Gespräch gekommen.“ Die Falken wählten bewusst einen städtischen Veranstaltungsort, um eine Überparteilichkeit zu garantieren. Die vom Land NRW mitfinanzierte Veranstaltung wurde in anderen Städten und Gemeinden teilweise sogar direkt im Rathaus veranstaltet. Sprecher Kevin Linnemann wundert sich, „warum das in Neuss nicht möglich sein soll.“ Inakzeptabel sei auch die Kurzfristigkeit der Absage durch Beigeordneten Hahn, so die beiden Sprecher*innen der GJ. „Wenn die Stadt nur zwei Tage vor der geplanten Veranstaltung einen zugesagten Veranstaltungsraum wieder streicht, dann ist das mehr als merkwürdig. Hier werden, vielleicht sogar bewusst, Steine in den Weg gelegt.“, so Linnemann und ergänzt „Zumindest darf sich die Stadtverwaltung nicht wundern, wenn die Wahlbeteiligung unter den jungen Neusser*innen weiter zurückgeht.“ Die Grüne Jugend Neuss fordert den Ausbau der politischen Teilhabe für Kinder und Jugendliche in Neuss auf allen Ebenen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von städtischem Raum für überparteiliche Information-und Bildungsveranstaltungen.